Coaxialventile für die Prozesstechnik — elektromagnetisch direktgesteuert oder pneumatisch druckgesteuert, als 2/2- und 3/2-Wegeventil, in Aluminium, Edelstahl, Messing, Messing vernickelt oder Stahl. Welches Coaxialventil in Ihrer Anlage zuverlässig schaltet, hängt von Medium, Temperatur Viskosität, benötigtem Durchfluss, Umgebungstemperatur und geforderten Zulassungen ab. Als herstellerunabhängiger Beratungspartner für Industriearmaturen gehen wir das mit Ihnen am Telefon durch und zeigen aus dem Sortiment, was wirklich passt.
Sechs Fragen führen Sie strukturiert von der Aufgabe bis zur geforderten Zulassung.
Schalten (Auf/Zu): Standardaufgabe. Durch die axiale Bewegung besonders kurze Schaltzeiten, vergleichbar mit Magnetventilen.
Sicherheitsabsperrung: mit Federrückstellung schließt (oder öffnet, auf Wunsch) das Ventil bei Ausfall der Steuerenergie automatisch.
Schalten schmutzunempfindlicher, hochviskoser Medien: die eigentliche Stärke des Coaxialventils gegenüber Magnet- und druckgesteuerten Sitzventilen — siehe nächster Abschnitt.
Coaxialventile sind die robuste Wahl bei gallertartigen, pastenförmigen, hochviskosen oder verschmutzten Medien — die axiale Bewegung des innenliegenden Rohrs ist deutlich schmutzunempfindlicher als ein herkömmlicher Ventilsitz. Werkstoffwahl nach Medium: Edelstahl für korrosive und aggressive Medien, Stahl für klassische Industrieanwendungen, Messing oder Messing vernickelt für neutrale Medien und kleinere Baugrößen (vernickelt bei leicht erhöhten Korrosionsanforderungen), Aluminium für Standardanwendungen mit Fokus auf geringes Gewicht.
Coaxialventile erreichen Betriebsdrücke bis 100 bar, in Hochdruckausführung bis 400 bar — eine Mindestdruckdifferenz zwischen Eingang und Ausgang ist nicht erforderlich, die Ventile sind gegendruckdicht und auf Wunsch wechselseitig durchströmbar. Die Mediumtemperatur reicht typisch von −40 °C bis +160 °C.
Muffe (Innengewinde): kompakt, von G 1/4 bis G2, Standard für kleinere Baugrößen.
Flansch: nach EN 1092, PN16 / PN40 / PN100, für größere Nennweiten (DN12 bis DN80) und Anlagen, in denen das Ventil ohne Eingriff in die Rohrleitung tauschbar sein soll.
2/2-Wege: Standard für Auf/Zu.
3/2-Wege: Umschalten zwischen zwei Wegen.
Elektromagnetisch (direktgesteuert): schaltet über eine Magnetspule, benötigt keine Steuerluft — einfachste Lösung, wenn elektrische Versorgung ohnehin vorhanden ist. Die Spule begrenzt Umgebungstemperatur und Schutzart (IP65 nach DIN EN 60529).
Pneumatisch druckgesteuert: ein 3/2 oder 5/2 -Wege-Pilotventil schaltet die Steuerluft, die das innenliegende Rohr bewegt. Steuerdruck typisch 4–10 bar, Schaltgeschwindigkeit über Drossel stufenlos einstellbar
Wenn Sie eine Anlage in einem Ex-Bereich planen oder eine spezifische Werkstoffabnahme brauchen, prüfen wir mit Ihnen die passende Konfiguration aus Hauptventil und, bei druckgesteuerten Ausführungen, Pilotventil.
Wir bauen auch die komplette prozesstechnische Baugruppe drumherum — als Spezialist für Systemarmaturen und prozesstechnische Baugruppen. Konstruktion, Schweißtechnik und Montage in einem Haus, ein Ansprechpartner, eine Gewährleistung.
Schweißfachbetrieb nach DIN EN ISO 3834-3, Fertigungskontrolle nach DGRL 2014/68/EU. Über 35 Jahre Projekt-Praxis in der Prozesstechnik.
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In über 35 Jahren Engineering-Projekten haben wir gesehen, wie sich Steuerluft unter Realbedingungen verhält, welche Pilotventile sich in Ex-Bereichen bewähren und welche Sitzwerkstoffe bei viskosen Medien wie lange halten. Diese Erfahrung fließt in jede Auswahl-Empfehlung ein — Sie bekommen mehr als nur einen Datenblatt-Vergleich.
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FAQ- Häufige Fragen zu Coaxialventilen